26.01.2012

Rezension:
Gran Turismo 5



(Oder: Eine Hommage an die
wunderbare Welt der Online-Rennen)






Vorwort

Etliche Male habe ich nun begonnen, diese Rezension zu schreiben. Mit hunderten SMS zu diesem Thema habe ich mein Handy bereits gefüttert und schlussendlich wurde doch immer alles wieder gelöscht, da nach jedem neuen Update zwar vieles besser, aber ein Großteil meines Text auch wieder hinfällig wurde.

Aber jetzt, über ein Jahr nach Erscheinen des Titels, und vor allem auch nach dem letzten großen Update [Spec 2.0] ist es meiner Meinung nach endlich an der Zeit, eine ordentliche, alles umfassende Rezension rauszuhauen. Eine Rezension, in der nicht mehr darüber nachgedacht werden muss, was GT5 zum Zeitpunkt seines Release‘ war, sondern als was es ursprünglich geplant war und mittlerweile auch endlich ist: Großartig! (Auch wenn es immer noch weit davon entfernt ist, perfekt zu sein.)




Eine Vorwarnung an Spätkäufer

Ich kann nicht genau sagen, wie lange es heute dauert, bis man nach dem initialen Einlegen der Disc zum ersten Mal auf's Gas treten darf, aber für Unvorbereitete dürfte die Zeit dazwischen ziemlich verstörend sein; zumindest wenn man nicht die Version spielen möchte, die vor einem Jahr erschien. Zuerst erwartet den Spieler nämlich mindestens ein gigantisches Update (1,2 GB) und danach wollen nochmal eben 5 GB Daten auf der Festplatte installiert werden, was - warum auch immer - auch noch einmal eine knappe Stunde in Anspruch nimmt. PC-Zocken lässt grüßen...

Sollte sich also jemand zum späten Kauf dieses grandiosen Spiels entschließen, sei er nun bitte vorgewarnt. Beantwortet solange Mails, spült, vernascht Eure Freundin oder macht sonst irgendwas Sinnvolles; die Zeit wird dafür ausreichen!

Ach, übrigens:
GT5 kostet bei Amazon mittlerweile nur noch...

20 Euro !!






Spezialität des Tages:
Herzhafte Onlinerennen
 


In den letzter Zeit haben Knubsen und ich (siehe Bild) die GT5-Rennschüsseln hauptsächlich in sehr spannenden Matches gegen reale Gegner über die Strecken geprügelt; durch den Modus „Zufallsrennen“ ist unsere Lust dazu endgültig lichterloh entbrannt. In einem Zufallsrennen bestimmt der Host (per Angabe von Leistungspunkten) einen Zufallsgrundwert der allgemeinen Fahrzeugstärke, woraufhin jeder Fahrer eine andere, per Zufall ermittelte Karre vorgesetzt bekommt, die dieser Vorgabe entspricht. Das hat den großen Vorteil, dass man sich sein Hirn nicht erst lange über die passende Wagenauswahl, Getriebe-Einstellungen oder ähnliches zeitfressendes Zeug zermartern muss, wodurch auch die Zeit zwischen den eigentlichen Rennen deutlich kürzer ausfällt.

Ich kann diesen Modus nur jedem GT5-Besitzer wärmstens ans Herz legen, denn sowohl das farbenfrohe Erscheinungsbild und der Abwechslungsreichtum dieser Rennen, aber vor allem die dabei aufkommende Anspannung und der Nervenkitzel bei hitzigen Positionskämpfen sind enorm fesselnd und definitiv einen Versuch wert. Zudem ist das Heizen mit den unterschiedlichen Karren und Antriebstypen pures Renntraining. (Man kann natürlich auch Pech haben - also nicht direkt entmutigen lassen!)

"Eine bunte Mischung für 700.000 Euro, bitte!"





Die Macht ist mit Dir

Die Machtkompetenzen des Hosts beschränken sich jedoch weiß Gott nicht auf die Auswahl des Zufallsgrundwertes - er kann noch diverse andere Dinge festlegen:

Erlaubte Fahrhilfen
Außer dem ABS lassen sich hier alle Manipulationen der reinen Fahrphysik, sowie die Anzeige der Ideallinie verbieten. Gleiches Recht für alle!

Das Strafmaß für Kollisions- und Abkürzungsvergehen
Bei einem Verstoß wird dem Fahrer kurzzeitig die „Lizenz zum Treten“ entzogen; die Zeiten des ungewollten Ausrollens variieren dabei zwischen 3-5 Sekunden auf leicht und wirklich miesen 10-16 Sekunden auf schwer

Wenn’s beim Abkommen oder Rammen von der Strecke schon nicht geklappt hat, verliert man spätestens hier ein paar Plätze. ABER: Es hilft tatsächlich dabei, dass alle Teilnehmer am Arsch ihres Vordermanns wesentlich feinfühliger ans Werk gehen.

 Visueller Schaden


Visuelle und mechanische Schäden

Interessant ist hier vor allem der mechanische Schaden: Auf schwer sollte man fahren wie ein junges Kälbchen, denn hat der Wagen nach einem Crash erst mal Schlagseite, muss man sich damit entweder noch bis über die Ziellinie retten oder ihn alternativ bei der nächstbesten Gelegenheit in der Box wieder zurechtklöppeln lassen, was aber auch nicht gerade zum Sieg führt. Diese Einstellung ist also eher was für Hardcore-Simulanten. Auf leicht hingegen berappelt sich die Karre nach einigen Sekunden wieder und fegt dann wieder mit gewohnter Geradlinigkeit über die Strecke.


Die Stärke des Windschatten-Effekts
Jaja, der gute alte Windschatten. Ist man drin, ist alles paletti, reißt er jedoch ab und der Fahrer vor einem kennt den Weg ins Ziel besser als man selbst, hat man keine Chance.

Auch schön ist es immer wieder, wenn man vor einer langen Geraden einen Tick zügiger aus der Kurve kommt als der Vordermann, um es sich dann erst mal in seiner Windschatten-Zone bequem zu machen. Kurz vor Berührung seines Hecks reißt man die Karre dann wieder hinaus in den Fahrtwind – natürlich in der Hoffnung, dass er sich nicht noch zu wehren versucht und womöglich BEIDE von der Strecke kegelt…

 Windschattenfahren par exellence


Reifenverschleiß und Benzinverbrauch

In Kurzstreckenrennen ist diese Einstellung natürlich wurscht, aber bei mehr als zwei Runden Nordschleife gehören die beiden Kollegen natürlich zum guten Ton.

BOOOST!!!

Ja ich weiß, Renn-Puristen sträuben sich vehement gegen das Aktivieren dieser als „Gummiband-Effekt“ verschrieenen Option und ich selbst gebe gerne zu, dass sie sehr wenig mit wahrem Rennrealismus zu tun hat; dafür aber mit einer anderen wichtigen Sache: SPAAAASSS!!

Wenn man seinen Ehrgeiz mal etwas zurückstellt und einfach mal Lust auf gepflegte und anhaltend packende Renn-Action im geschlossenen Fahrerfeld hat, ist diese Option – übrigens ebenfalls in zwei Stufen verfügbar – ein Geschenk des Himmels.

Leicht sorgt einerseits dafür, dass bspw. Anfänger, die irgendwo weit hinter'm Hauptfeld rumpimmeln, durch etwas besseren Grip und marginal mehr Motorleistung die Chance bekommen, wieder ans Feld heranzukommen; zudem sorgt diese Einstellung im Normalfall für die Bildung kleinerer Trauben aus sich beharkenden Gegnern, was einfach sehr viel Spaß verspricht.

 Online kaputtgedölmert

Schwer hingegen bemüht sich, das gesamte Feld zusammenzuhalten, was vor allem bei groben Bolz-Rennen Sinn macht. Naja, wie man hier wohl recht deutlich herauslesen kann, stellen auch wir ganz gerne mal Spaß über Ehrgeiz und liefern uns mit Gleichgesinnten brutale Schrott-Rennen im Stoßstange-an-Stoßstange-Prinzip.

Handicap-Quotient (Was’n das?)

Ganz einfach: Der HQ tendiert in dieselbe Richtung wie der Boost, nämlich der Besserstellung Schlechterer, bleibt dabei jedoch dem Realismus treu. Anstatt schlechteren Fahrern während des Rennens eine Energiespritze zu verpassen, werden die Verlierer des letzten Rennens hier schon vor dem Rennen mit PS-stärkeren Schwanzverlängerungen bestückt – Glückwunsch! Die Stärke dieses Effekts kann dabei von 0-10 reguliert werden.


Der automatische Rennstart-Takt

Der Titel ist zwar recht selbsterklärend, trotzdem sollte ich folgendes erwähnen: Falls Ihr selbst mal eine Lobby aufmacht, setzt den Rennstart-Takt nicht unter 3min! Denn bis die nächste Strecke ausgewählt und geladen wurde und alle in ihren Bloiden Platz genommen haben, vergeht etwas Zeit. Denn was bringt einem der nächste Start nach nur einer Minute, wenn es bis dahin nur zwei Fahrer ins Rennen geschafft haben? Richtig: Nüscht.

Wer auf welchem Platz startet, wird in den Zufallsrennen übrigens ganz einfach entschieden: Der Sonntagsfahrer von ganz hinten startet beim nächsten Rennen von vorne weg, der letzte Sieger hingegen hat anschließend das komplette Feld vor sich. Dies garantiert ein schönes Maß an Dynamik und Positionskämpfen.



RAINMAN

Was die Entscheidung über die gefahrene Strecke angeht, kann man als Host entweder im Plenum per Abstimmung entscheiden lassen, was gefahren wird oder selbst entscheiden. Bei letzterem hat man bei einigen Strecken zudem die Möglichkeit, die Tageszeit und das Wetter zu bestimmen, was dann ungefähr so aussieht:


Ich muss schon sagen: Zwei Runden Nordschleife, bei der man spätnachmittags startet und auf der innerhalb weniger Minuten ganz langsam immer dunkler wird, bis man nur noch Rücklichter, die weißen Straßenbegrenzungslinien und hier und da ein von den Scheinwerfern in gleißend helles Licht getauchtes Verkehrsschild vorbeihuschen sieht, ist atmosphärisch schon etwas extrem Feines! Irgendwann wird es dann wieder heller und diesig und im Morgengrauen erreicht man das Ziel. Wenn man das so will. Mischt man dem Ganzen dann noch hin und wieder ganz leichten Regen bei, fühlt man sich wirklich wie mitten in der Eifel. Danke dafür, Polyphony Digital, danke!

Uiuiuiuiuiiiiiii...




GT-Onlinerennen ohne Lags und Ruckler?

Aber sicher! Erstellt man seine eigene Renn-Lobby, lässt sich neben der Qualität des Sprachchats auch die Rennqualität festlegen. Bei einer flotten DSL-Leitung und wenig Widerstand vom vorgeschalteten Router lässt sich trotz schlechterer Empfehlung des Spiels durchaus eine hohe Qualität auswählen, was extrem flüssige und ruckelfreie Rennen ermöglicht. Auch wenn man einer Lobby beitritt, sollte man immer einen Blick auf die Renn- und Verbindungsqualität werfen, um nicht in einem frustrierenden Ruckel-Festival zu enden. (Siehe Bild!)

Verbindungs- und Rennqualität




Cockpit-Ansicht für alle!

Als großer Schritt nach vorne entpuppt sich die neue Cockpit-Perspektive für sämtliche Standard-Karren – auch und gerade bei den Zufallsrennen. In der Zeit vor dem letzten großen Update (2.0) haben wir um die Standardwagen meistens einen großen Bogen gemacht; das Fahrgefühl war durch die Stoßstangen-Ansicht einfach nicht so das Gelbe vom Ei. Allerdings wurde dadurch auch die Wagenauswahl um etwa drei Viertel eingeschränkt. Autsch!

Die neue Innenperspektive im geschlossenen Mini:

Jetzt hingegen ist es ziemlich egal, in welche der über 1045 Karren man seinen imaginären Arsch verfrachtet. Denn sitzt man nun in einem dieser Boliden, darf man auch in den Standardwagen sämtliche grafisch dargestellten G-Kräfte und Erschütterungen genießen, die während des Fahrens an der Karosserie ziehen und zerren, und freut sich bei Zufallsrennen zudem immer wieder ein bisschen, wenn man doch einen Premium-Schlitten erwischt, der dann nicht nur eine schwarze Silhouette, sondern einen vollständig ausmodellierten Innenraum zu bieten hat. Aber im Grunde ist das auch völlig wumpe; man sitzt nun bei allen Karren "innen drin" – auf den ganzen Schnickschnack achtet man im harten Rennbetrieb nach der dritten Kurve eh nicht mehr.
Die neue Innenperspektive im offenen Caterham:




Kurbeln bis der Arzt kommt

Erfreuliches gibt es auch für Besitzer nicht-GT-genormter Lenkräder: Die beiden gängigsten (und dicksten) Logitech-Geräte, das G25 und G27, gehören dank Software-Unterstützung nun auch endlich zur Familie. Somit sind nun fast alle ForceFeedback-Wheels von Logitech mit von der Partie – wenn auch in leicht geduckter Haltung, aus Ehrfurcht vor dem aktuellen GT5-Schlachtschiff Trustmasters TS500, das mit seinen gleichermaßen präzisen, wie auch monströsen Industriemotoren nicht nur wegen seines knackigen Preises an instrumentalisierte Körperverletzung grenzt. (499,- Euro; ohne den separat zu kaufenden Schaltknüppel…)

So schön kann Krafttraining sein!




Grafik und Sound

Ich möchte nicht behaupten, dass die Grafik wirklich schlecht ist, aber es erfüllt nicht die hohen Erwartungen der bisher optikverwöhnten Fans. Neben seltsamen Schatteneffekten fällt fällt dabei hauptsächlich die (mal wieder) quasi nicht existente Kantenglättung ins Auge - besonders auf älteren 720p-Fernsehern wie dem meinen. Dafür läuft GT5 aber auch in cremigen 60Hz, was sich auch fühlbar auf die direkte Steuerung auswirkt.



Zwiespältig präsentiert sich auch der Sound: Zockt man das Spiel aus der Verfolgerperspektive, wird man mit ziemlich knackigen Motorengeräuschen verwöhnt, der fast an die Qualität der Konkurrenz heranreicht. Sitzt man hingegen im Fahrzeug, erscheint die Klangkulisse wesentlich gedämpfter und damit meistens eher unerotisch. Eine gute Mischung aus beidem wäre für den Innenraum in meinen Augen perfekt gewesen, aber mich fragt ja keiner...




The Real Driving Simulator?

Wie schon in den Vorgängern kann das Spiels erneut durch seine köstliche Fahrphysik glänzen, die in diesem Teil erneut verfeinert wurde. GT5 ist damit definitiv die realistischste Rennsimulation der PS3 und genießt auch jenseits dieses Tellerrands ein hohes Ansehen. Wie schon oft erwähnt, kann ich nur immer wieder zur Nutzung eines 900°-Lenkrads raten, denn mit einem solchen bemerkt man es nicht nur sofort, wenn einem hinten der Arsch weggeht, sondern fühlt auch sämtliche Unebenheiten der Strecke - Rennpuristen dölmern auch gerade deshalb besonders gern über die sehr huckelige und teilweise unberechenbare Oberfläche der Nordschleife.


Aber nicht nur das. Je nachdem, mit wieviel Druck die einzelnen Räder zu Boden gedrückt werden, (also zum Beispiel nur leicht auf Kuppen und stark in Senken), ändert sich auch der Grip der einzelnen Reifen und damit auch quasi ständig die Fahrphysik. Auch in der Beschaffenheit der Streckenoberfläche lassen sich deutliche Unterschiede feststellen; einige der Strecken oder teilweise auch nur kurze Streckenabschnitte sind wesentlich "schlüpfriger" als andere.

Ja fein!

Deutlich unterscheiden lassen sich natürlich auch die verschiedenen Antriebstypen. Das Fahrverhalten eines braven Fronttrieblers (VW Golf oder Honda Civic) oder Allradwagens (Nissan GT-R, Audi, Subaru) ist grundlegend anders als das einer zickigen Karre mit Heckantrieb, etwa das eines BMWs oder schweren Ami-Schlittens. Auch die driftfreudigen Mittelmotor-Schleudern (Lotus Elise, Toyota MR2, Ferrari) haben es ganz schön in sich; weiß man allerdings erst einmal mit ihnen umzugehen, bietet das Fahren am Limit dafür extrem viel Spaß und Nervenkitzel. Im Grunde bietet fast jede der über tausend Boliden ein realitätsnahes Fahrverhalten und damit eine jeweis eigene Persönlichkeit - und das ist definitiv eine beachtbare Leistung der Entwickler. (Zugegeben: Diese berechnet sich rein physikalisch aus Gewichtung, Antrieb, Abtrieb, Position des Motors usw. - aber trotzdem!)


Dass das Spiel jedoch auch noch nicht das Non-Plus-Ultra aller simulierten Fahrphysiken bietet, wurde mir neulich am PC mit der Rennsimulation iRacing bewiesen. Der gefahrene MX5 Roadster war zwar nicht unbedingt leicht zu beherrschen (was erstmal nicht unbedingt für Realismus spricht), fühlte sich aber trotzdem noch einen Tick authentischer an als die Karren in GT5. Was mir im direkten Vergleich bei GT5 vor allem fehlt, sind die schweren Lastwechsel, etwa beim Übergang von einer Links- zu einer Rechtskurve. Auch trotz teilweise knüppelharter Fahrwerke beförderte ein wenig stärkeres seitliches Kippen doch deutlich die fühlbare Realitätsnähe.

 iRacing

Dafür zahlt man für das Spiel aber auch ein halbes Vermögen; von den Kosten (und dem nervigen Konfigurieren) des Rechners ganz zu schweigen. Mit einer PS3 samt GT5 und Lenkrad zahlt man (bei insgesamt ca. 400-500 Euro) gerade mal einen Bruchteil davon. Also vergesst die letzten beiden Absätze; GT5 ist der Hammer!  ;-)




The Real Offroad Simulator?

Wo GT5 so schnell niemand etwas vormacht, ist das Fahrgefühl beim virtuellen Brettern auf losem Boden. Wie bereits erwähnt, machen sich am Lenkrad besonders die Bodenwellen bemerkbar; was sollte da grandioser sein, als holpriges Fahren über Stock und Stein? ;-) Unter den Rädern rumort und ächzt es bei dem Gewicht des Wagens nur so vor sich hin und genau das wird vorzüglich auf das Lenkrad übertragen.

Ähnlich verhält es sich beim Fahren auf Schnee und Eis; schon im Stand kann man förmlich fühlen, wie sich Reifen beim Drehen des Lenkrads den umgebenden Schnee wegdrücken und auch der Wechsel zwischen Eis und Schnee lässt sich deutlich ausmachen. Auch hier erstrahlt die Physik in unnachahmlichem Glanz!



Fahrschule

Um der komplexen Physik von GT5 Herr zu werden, gibt es auch in diesem Teil wieder die berühmt-berüchtigten Lizenztests, die jeweils in Bronze, Silber oder Gold bestanden werden können. In insgesamt 60 Prüfungen wird dem Spieler alles geboten, was sein fahrerisches Können verbessern kann: Einfache Bremstests, das Durchfahren schwieriger Kurvenfolgen und rutschiger Offroad-Passagen, bis hin zu zweiründigen Aufholrennen, in denen das zuvor gelernte erste Früchte trägt.

Während die meisten GT-Veteranen die Lizenzen lieben und auch auf unbekannten Streckenabschnitten schon mal beim ersten Anlauf Gold rausfahren, sind Anfänger oftmals von ihnen angepisst, weil sie einfach nur schnell brettern wollen und die Lizenzen als unnötige Zeitverschwendung ansehen. Dies ist jedoch definitiv die falsche Einstellung! Nicht nur, dass man hier enorm viel lernt und seinen Fahrstil verbessert, nein, die Lizenzen machen auch richtig viel Spaß, wenn man sich nur richtig auf sie einlässt.

Mein Tipp: Versucht immer mindestens Silber rauszuholen. Einerseits wird dabei wesentlich mehr Ehrgeiz geweckt, als wenn man immer nur Bronze „hinschmiert“ und dann direkt zur nächsten Prüfung übergeht, andererseits beherrscht man anschließend sowohl die vorgegebene Streckenpassage, als auch die zu fahrende Karre. Probiert’s einfach mal aus!

(Und freut Euch schon mal auf unsere Lieblingslizenz, die B8: Unvermeidbares Driften mit dem Honda S2000 auf dem HighSpeed-Ring – traumhaft!)

Der S2000 - ein wahrer Genuss!




HEIZEEEN!!

Neben den Lizenzen bietet der Karriere-Modus natürlich auch noch unzählige „richtige“ Rennveranstaltungen. Bewaffnet mit 20.000 Kröten rennt man erst mal zum nächsten Neu- oder Gebrauchtwagenhändler und erwirbt sein erstes Schätzchen. Beim Kauf von Letzterem empfehle ich noch das obligatorische Prozedere des Ölwechselns und - ganz wichtig - Waschens (beides zu finden unter GT Auto) und dann geht’s endlich los: Der Sunday-Cup bittet zum ersten Tanz. Ganz klassisch, wie bereits vor 15 Jahren im allerersten Teil von Gran Turismo - nur eben mit deutlich besserer Fahrphysik und grundsarnierter Technik.

Ein Acura G20, frisch vom Gebrauchtwagen-
händler und gierig auf seinen ersten Sieg

Und danach geht es hier richtig zur Sache; Rennen über Rennen erwarten den Spieler; meistens irgendwie eingegrenzt auf bestimmte Arten von Wagen: Fronttriebler, Hecktriebler, japanische 80er, historische Europäer, Rennen nur für Ferrari oder auch die Schwarzwald-Challenge, bei der nur deutsche Wagen teilnehmen dürfen. In der höchsten Stufe erwarten den Fahrer dann die Hardcore-Variante; Rennen mit richtig bösen Karren, die mehr PS haben als Kilogramm... Kurzum: Es gibt etliche Rennen!

Den Toyota LFA schiebt's dann schon druckvoller gen Horizont





Schrauber-Paradies GT5

Hat man mit seiner Möhre irgendwann keine Chance mehr gegen die Konkurrenz, bietet sich der Tuning-Shop an, in dem man sein frisch verdientes Geld für alles ausgeben kann, was den Wagen schneller oder sicherer macht:

Größerer Motor, Turbolader oder Kompressor, Auspuff und Ansaugfilter, Fahrwerk, Getriebe, Gewichtsverringerung, Differential, Schwungscheibe und und und, und natürlich auch Reifen: In insgesamt 12 verschiedenen Ausführungen gibt es Standardreifen, Sportreifen, Rennreifen, Offroad-, Schnee- und Regenreifen. Und sie alle wirken sich unterschiedlich auf die Fahreigenschaften des Fahrzeugs aus, was übrigens auch für sämtliche (!!) anderen Tuningteile gilt.

Wer mag, kann eingebaute Dinge wie Getriebe oder Fahrwerk auch noch genau auf seine Vorliegen oder für bestimmte Strecken einstellen (z.B. tieferlegen!!); pro Karre lassen sich dabei drei verschiedene Settings speichern.

Im Bereich "GT Auto", wohin man seinen Wagen evtl. schon zum Waschen und Ölwechseln geschleppt hat, lassen sich zudem optische Veränderungen vornehmen (Farbe und Felgen) und auch 'ne fette Biertheke oder Schürze montieren, welche dann (logischerweise) eine wesentlich bessere Bodenhaftung mit sich bringt.

Total verschandelt, die Sau!




"Iss ... der ... GEIL!"

Hat man die ersten Rennen hinter sich gelassen und kommt auch mit den dabei neu dazugewonnenen Karren nicht weiter, ist es irgendwann an der Zeit, sich einen schnelleren Wagen zuzulegen. Dazu sollte man die zur Verfügung stehenden Rennen beäugen und sich das passende Gerät kaufen.

Im Gegensatz zu den Neuwagen verkauft der Gebrauchtwagenhändler nicht nur günstigere Standard-Modelle, nein, seine Auswahl verfügbarer Karren ändert sich auch alle paar Renntage. Immer wieder mal reinzuschauen und zu stöbern lohnt sich definitiv, denn oftmals stehen dort interessante ältere Schnäppchen zum Verkauf, deren Qualität der Fahrphysik sich nicht von denen der Premium-Modelle unterscheidet. Nur sehen sie eben nicht ganz so chic aus und haben nur den bereits erwähnten „Behelfsinnenraum“.

Dafür gibt es dort aber - und zwar nur dort! - den guten alten BMW GTR, den 2002 Turbo '73 einen Mercedes-Benz 190 Evolution, den Volvo 240 Estate und viele andere; teilweise sogar ungeahnt kuriose Schätzchen für mehrere Millionen. Es ist so, als würde man in der Vergangenheit des Rennsports und der von Gran Turismo wühlen und immer wieder auf alte Bekannte treffen. Stöbern lohnt sich!

 Missing in Action - der BMW 2002 Turbo '73




Auf der Überholspur

Wer irgendwann vom Standard-Renngeschehen die Schnauze voll hat oder einfach nur ganz schnell ganz viel Kohle (oder Erfahrungspunkte) braucht, kann sich auf die „Saisonalen Events“ konzentrieren, bei denen von beidem deutlich mehr abfällt. Diese Events, bei denen es sich entweder um Lizenz-ähnliche Aufholrennen, Zeitfahren oder Drift-Veranstaltungen handelt, erhalten wöchentlich ein Update, setzen dafür aber logischerweise auch eine Online-Verbindung voraus, wobei hier theoretisch aber auch ISDN-Geschwindigkeit ausreichen dürfte. Probiert's aus!


Ach ja, auch generell empfiehlt es sich, bei GT5 dauerhaft online zu sein, denn sonst werden einige der ohnehin schon schäbbich langen Ladezeiten noch durch vergebliches Suchen der GT-Online-Server verlängert. Klingt bescheuert, iss aber so.




MEHR, MEHR, MEHR!!

Für diejenigen, die mit Onlinerennen, Lizenzen, wöchentlichen Saisonevents und den normalen Rennen des Karrieremodus‘ den Hals immer noch nicht voll kriegen, gibt es noch einen weiteren Punkt auf der GT-Menükarte: Special Events. Diese werden nach und nach freigeschaltet und variieren stark in ihrer Art, aber auch in ihrem Schwierigkeitsgrad. Was es da alles gibt? Na, schau’n wa doch mal!
  Eine (teilweise) Übersicht:


Go-Kart-Rennen

Wer schon mal selbst Kart gefahren ist weiß, wie viel Kraft man aufbringen muss, um die kleinen Flitzer durch die Kurven zu scheuchen. Nach einer halben Stunde Rennen ist man fix und fertig. In der simulierten GT-Version ist das nicht viel anders; auch hier erwartet den Spieler am FF-Lenkrad erstaunlich viel Gegendruck; dafür darf man aber auch das Schalten knicken.



TopGear Challenge

Schon mal 'n Rennen mit 'nem alten VW SambaBus von 1962 gefahren? Nein? Kein Wunder, sowas gibt's auch nur bei TopGear! Neben dieser Gurke mit ihren erstaunlich groben Federungs-Eigenschaften erwarten den Spieler noch mehrere britische Boliden - und einer bissiger als der andere!

Da hat sich's ausgebremst...


AMG-Fahrschule

In dieser Harausforderung "erfährt" man die Nordschleife, wie sie leibt und lebt; teils in Abschnitten und teils als ganze Runde. Das Beste daran: Wie in der Realität befinden sich auf der Strecke vereinzelt weitere Fahrzeuge, die allesamt danach gieren, vernascht zu werden!



Sebastian Löb Rally Challenge

Der Name sagt bereits alles: Fettes Brettern über Stock und Stein. Die Challenge hat zwar einen enorm hohen Schwierigkeitsgrad; dafür ist es aber auch eine Wonne, das traumhaft realistische Offroad-Fahrgefühl zu erleben!


Nascar-Schule

Speed, Speed, Speed! In mehreren Stufen erklärt NASCAR-Profi Jeff Gordon, worauf es bei der Königsdisziplin des amerikanischen Rennsports ankommt: Spur halten und heizen!




Sebastian Vettel Challenge

Als ob Formal1-Wagen nicht schon krass (schnell?) genug wären, hat der Rennstall des Weltmeisters in Zusammenarbeit mit den GT-Entwicklern ein Auto entwickelt, das einfach nur pervers schnell ist und auf der Straße klebt wie Kaugummi. Mit 200km/h durch enge Kurven? Nicht nur kein Problem, sondern ein Muss, um diesen Düsenjäger auf vier Rädern auf der Strecke zu halten. In der Realtät wäre ein Fahrer zu 8G Belastung ausgesetztz - kein Wunder bei 1479PS auf 545kg! Einfach nur KRANK!





"Ja und sonst so?"

Und damit sind wir auch schon bei den nächsten beiden Kritikpunkten: Menüstruktur und Ladezeiten. Im Vergleich zur Releaseversion hat sich diesbezüglich zum Glück schon einiges getan. Während im Hintergrund noch die nächste Strecke geladen wird, kann man mittlerweile schon relativ früh die Wagenkonfiguration überprüfen und die Rennoptionen ändern. Zudem können verhonkerte Rennen abgebrochen und neu gestartet werden und dazwischen – das stelle man sich einmal vor! – können sogar weitere Tuningteile erworben und konfiguriert werden. Spontanes Nachrüsten, sozusagen. Das gab es vor einem Jahr alles noch nicht und führte bei den Spielern oft zu extremer Frustration.

Trotzdem muss man beim Spielen von GT5 noch immer recht viel Geduld mitbringen - oder die Zeit sinnvoll nutzen. Selbstreflexion, SMS‘ schreiben, kurze Telefonate führen, an sich rumspielen, ein bisschen meditieren, mit seinem Nebenmann quatschen, neues Bier holen oder auch einfach mal 'nen halben Satz von Kant lesen – nur um ein paar Möglichkeiten zu nennen. Aber auch wenn dies den Spielspaß alle paar Minuten ein wenig trübt – ein schlechteres Spiel wird GT5 dadurch nicht wirklich.

Lobend zu erwähnen sind verschiedene Kleinigkeiten; z.B. kann man seine eigene Musik ins Spiel integrieren; und zwar in drei verschiedenen Playlists. Menu, Rennen (und damit auch während der Wiederholungen) und für DiaShows der selbstgeschossenen Bilder.

Genau, der Fotomodus bedarf ebenfalls einer kurzen Erwähnung. Stunden haben wir damit verbracht, Fotos von gelungenen Szenen zu machen; die Ergebnisse habe ich hin und wieder hier im Blog gepostet; und die meisten Bilder in dieser Rezension sind auch von mir. So wie dieses:

Schöne Idee: Weiß gegen rot.



Resümee

Juhuu, Du hast es bis zum Ende geschafft! (Und ich erst...) Wie man merkt, finde ich bei der Beschreibung dieses Spiels einfach kein Ende; GT5 ist so vielschichtig und umfangreich, man muss es einfach selbst erlebt haben. Und es ist wirklich ein phänomenales Rennspiel; bzw. auch fast eine Rennsimulation.

Insgesamt, mit den unzähligen kleinen Schönheitsfehlern, die dem puren Spielspaß leider noch entgegenstehen, gebe ich dem Spiel...


8,9 / 10 Punkte
(In Kombination mit einem ordentlichem 900°-Lenkrad!)



07.01.2012

Die E3 2012 wird sehr interessant!
Wii U, Xbox720 und PS4?


Es ist zwar noch ein halbes Jahr hin bis zur diesjährigen E3, aber dafür könnte sie extrem interessant werden. Einerseits hat NINTENDO bereits vor ein paar Monaten verkündet, dass sie auf der Messe ihre neue Maschine Wii U im Detail vorstellen wollen.

Aber auch Sony und Microsoft wollen sich angeblich nicht lumpen lassen; Gerüchten zufolge sollen auch sie Konzepte der PS4 und der nächsten Xbox vorstellen; es könnte also ein Kräftemessen in ungeahnten Dimensionen werden. Natürlich streiten bisher die beiden Letzteren solche Pläne wehement ab, aber das war schließlich schon immer so und wird auch immer so bleiben. Zudem wird es langsam Zeit, eine neue Next-Gen-Hardware zu präsentieren,  um dem PC Paroli zu bieten, der (z.B. mit Battlefield3 oder Skyrim) momentan gerne seine Muskeln spielen lässt, um seine technische Überlegenheit zu demonstrieren. 

Wir als Zocker dürfen also hochgespannt sein, was uns die Messe im Juni so zu bieten hat. Ich persönlich freue mich auf folgende, fast schon logische Weiterentwicklungen:

- krasse Online-Erlebnisse mit wesentlich mehr Spielern. Stellt Euch GT6 vor mit einem Online-Fahrerfeld von 64 Teilnehmern oder Battlefield 4 mit 64 oder gar 128 Mann pro Map! (Auf der PS3 war das bereits bei MAG möglich (256 Spieler!) und auch auf dem PC is sowas keine Seltenheit mehr.)

- eine wesentlich bessere Grafik; ganz einfach zu erreichen durch mehrfache Kantenglättung (Anti-Alasing), schlicht resultierend aus mehr Arbeitsspeicher als den (lächerlichen) 256MB der PS3


- ALLE Spiele in 1080p, 3D und HD-Sound (Verdammt; ich brauch' neue Hardware!)  ;-)

- krasse, weil dynamische Nebel-, Rauch- und Wassereffekte


- endlich ein Grand Theft Auto mit annähernder Gran Turismo-Fahrphysik! ;-)

- kristallklaren Cross-Game-Voice-Chat, sowie spielunabhängige, unzerrupfbare Teambildungs-Möglichkeiten! (Also erst sammeln und dann gemeinsam ins Spiel gehen - war mit Home schließlich auch mal so angedacht...)

- und vielleicht auch irgendwelche neuen Funktionen/Möglichkeiten, von denen wir momentan nicht mal wissen, dass es sie gibt!


Was wünscht Ihr Euch von der PS4?

30.12.2011

Tipp des Tages
[Battlefield 3]


Heute:
Aufträge erledigen


Vor ca. zwei Jahren, als ich mit David noch täglich Call of Duty 4 gezockt habe, war unsere Haupmotivation, neue Waffen freizuschalten und für diese dann ordentlich Kill-Boni einzuheimsen. Zuerst gab es für 25, 50 und 100 Abschüsse fette Punkte und bei einigen Knarren sammelten wir anschließend auch noch ebenso viele Kopfschüsse.


Die extrem hohe Motivation entstand dabei aber nicht nur aus den daraus resultierenden Zusatzpunkten (Mit dem Endziel, die nächsten Prestige-Stufe zu erlangen.), sondern auch in der schlichten Herausforderung, genaue und stumpfe Aufgaben abzuarbeiten. (Männer halt...)


"Wie, 100 Kopfschüsse mit der M14? Die kann doch nur Einzelschuss!" Ja, dieser Satz fiel dabei auch einmal, das weiß ich noch. Umso verwunderlicher, dass die M14 mit ihrem Einzelfeuer irgendwann zu einer meiner Lieblingsknarren avancierte. Das wäre sie niemals, wenn mich das Spiel nicht zu meinem Glück gezwungen hätte. Ich habe einfach gelernt, wie man sie richtig nutzt und bemerkt, wie wirkungsvoll sie dann sein kann. Zwei Treffer, Gegner tot.


Und genau das ist auch der große Vorteil bei den neuen Aufträgen in Battlefield 3: Man bekommt genaue Aufgaben vorgesetzt, die es zu erfüllen gilt. (z.B: 10 Wiederbelebungen und 10 Heilungen als Sturmsoldat.) Denn wie ich es neulich schon bei den Mörsern erwähnte: Mit der Zeit lernt man, mit den verschiedenen Geräten und bisher unbekannten Waffen effektiver umzugehen und erkennt, wie sinnvoll sie sein können. (Zudem heimst man nebenbei ein paar Zusatzpunkte ein und schaltet weitere Bleispritzen frei.)


Leider wurden diese Aufträge ein bisschen stiefväterlich integriert; so dass man nicht direkt auf den ersten Blick erkennen kann, was man noch alles erfüllen muss, aber der Blick ins Auftrags-Menu lohnt sich. (Entweder vor oder nach dem eigentlichen Zocken unter "Mein Soldat"; oder zeitgleich im Netz auf battlelog.battlefield.com!) Vielleicht verbessert der nächste Patch ja auch was.


Also Soldaten, stürzt Euch gefälligst auf die Aufträge!
DAS IST EIN BEFEHL!! ;-)

28.12.2011

Tipp des Tages
[Battlefield 3]


Heute:
Feuermodus umstellen



Diesen Hebel kennt Ihr ja sicherlich. Es gibt ihn an fast allen automatischen Waffen und ist dafür da, den Feuermodus von Dauerfeuer über kurze Salven bis zu Einzelschuss umzustellen, um so dank weniger Rückschlag mehr Präzision zu bieten.

Viele wissen es nicht, aber diesen Hebel gibt es auch in Battlefield 3; nur heißt er hier "Digitalkreuz UNTEN". Der aktuelle Feuermodus wird einem zudem auch unten rechts angezeigt:

Dauerfeuer und Einzelschuss

Ich selbst nutze dieses Feature zwar relativ selten und hatte anfangs die blöde Angewohnheit, zum Zurückschalten auf Dreieck zu drücken, woraufhin ich natürlich (und trotzdem immer wieder zu meiner eigenen Überraschung) plötzlich meine Pistole in der Hand hatte, aber ab und zu ist diese Funktion echt nützlich. Probiert's einfach mal aus!

Den Feuermodus umschalten kann man übrigens nicht bei jeder Waffe. Einige, z.B. fette Maschinengewehre, wollen einfach ihre 800 Schuss pro Minute rausrotzen; wieder andere wechseln nur zwischen Einzel- und Dauerfeuer hin und her und wieder andere bieten auch Zweier- oder Dreier-Salven. bei letzteren seht Ihr in der Anzeige dann noch einen weiteren Modus mit zwei Punkten.

27.12.2011

Tipp des Tages
[Battlefield 3]


Heute:
Mörser effektiv nutzen


Wie wir alle wissen, sind Mörser dazu da, Sachen zu zerkleinern. Gewürze, Nüsse, Panzer, Gegner.

In Battlefield wusste ich aber nie so recht was mit dem Mörser anzufangen; bis ich irgendwann begonnen habe, die neuen Aufträge abzuarbeiten, die es seit dem Karkand-DLC gibt. Dadurch wurde ich quasi dazu gezwungen, ihn zu benutzen und entdeckte bald seinen tieferen Sinn.

Das Hauptproblem ist nämlich, dass man nicht genau sieht, ob sich dort wo man hinschießt, überhaupt Gegner befinden - es sei denn, die Teamkollegen spotten fleißig, denn markierte Gegner (und Panzer) sind auf der Ziel-Karte des Mörsermanns sichtbar.
 
Da man aber nicht immer davon ausgehen kann, braucht man am besten einen Ort, an dem sich die Gegner von selbst zum Picknick sammeln: An MCOM-Stationen im Spielmodus RUSH! 

Gerade als Angreifer man als "Mörserer" einen unschätzbaren Wert, indem man sich einfach einen geeigneten und etwas versteckten Platz sucht, sein gigantisches Ding rausholt und dann, sobald die Kollegen den Sprengsatz an einer M-COM-Station scharfgemacht haben, da einfach immer menn schön drauf hält. Und schon macht man einen Kill nach dem anderen! Aber noch besser: Im Normalfall überlebt dieses tödliche Spektakel keiner der heranstürmenden Gegner lange genug, um den gelegten Sprengsatz wieder zu entschärfen! Ist das mal fett?  ;-)

25.12.2011

Tipp des Tages
[Battlefield 3]


Heute:
Punkte machen mit Jets

Vorgestern hatte ich ja schon die Helis als Thema; heute sind die Jets dran. Auch hier gilt in erster Linie: "Üben, üben, üben!" Doch die Jets sind im Grunde gar nicht so schwer zu fliegen; wegen ihrer hohen Geschwindigkeit ist es dafür aber umso schwieriger, auch Kills (und somit Punkte) zu erzielen.



(Wer den nachfolgenden, aber wichtigen Abschnitt zur Steuerung schon bei den Helis gelesen hat, kann direkt weiter nach unten "durchrushen" zum ROTEN TEXT; bis dahin ist alles exakt dasselbe.)

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VORAB EINE GENERELLE
INFO ZUR STEUERUNG:
  
In Battlefield:BC2 war die Steuerung anders eingestellt. Das könnte ein Grund dafür sein, warum man nun (zumindest bei den Helis) solche Probleme hat. Ich habe neulich extra noch mal 'ne Runde BF:BC2 gespielt, um den Grund für meine plötzliche Unfähigkeit zu beleuchten.

Mein nächster Schritt war, die BF3-Steuerung der gewohnten anzupassen. Geht in die Optionen und stellt sowohl die Steuerung für Helis, als auch für Jets um auf "klassisch". Der Vorteil ist, dass Ihr dann im Grunde nur noch mit dem rechten Stick steuern (bzw. zielen) müsst und der Linke nur noch zum Korrigieren da ist.

Funktion des rechten Sticks:
- Gieren (zielen rechts/links bzw. beim Heli drehen)
- Neigen (zielen hoch/runter; Looping beim Jet)
Funktion des linken Sticks:
- Rollen (Korrektur beim Drehen des Helis / in die Kurve legen beim Jet)

Mit der voreingestellten Steuerung hatte ich bei den Jets zusätzlich immer das Problem, dass ich beim Ausführen eines Loopings oft versehentlich zur Seite "weggerollt" bin (weil auf demselben Stick). Das passiert mir jetzt nicht mehr.

Neu (und realistischer) bei den Helis ist, dass er nun nach dem Rollen genau so in der Luft stehen bleibt und sich nicht wieder zurückdreht in die Horizontale, was beim Vorgänger der Fall war. Das zu korrigieren bedarf ein bisschen Übung, aber wie gesagt: dafür und nur dafür habt Ihr nun den linken Stick.

Um mit dem Heli eine 180°-Drehung zu machen, stellt Ihr ihn einfach mit dem linken Stick ein bisschen schräg in die Luft und reißt die Karre brutal rum. Anschließend wieder etwas nachkorrigieren und auf geht's zur nächsten Attacke!

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Hier geht's weiter:

PUNKTE MACHEN MIT JETS

1. Generell gilt dasselbe wie bei den Helis: SPOTTEN, SPOTTEN, SPOTTEN! Gerade bei den Jets, mit denen das Punkten anfangs wirklich schwierig ist, solltet Ihr diese Worte als Eure Maxime betrachten! Natürlich wie immer mit SELECT.

2. Häufig die Sicht wechseln! Sobald Ihr keinen Gegner im Visier habt oder Euch gerade ein verfolgter Flieger aus dem Sichtfeld entwischt ist, drückt sofort R3, um in die Außenperspektive zu wechseln und damit Eure Übersicht deutlich zu erhöhen. Das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber gute BF3-Piloten fliegen alle so, denn es macht einfach Sinn!

Außenperspektive

3. Panzer jagen! Nicht nur die Kampfhubschrauber; nein, auch ein Jet kann innerhalb eines Angriffs einen Panzer samt Inhalt in einen virtuellen Haufen Schrott verwandeln. Markiert den Gegner, bremst mit L2 stark ab und ballert aus allen Rohren. Vergesst aber nicht, die Mühle früh genug wieder hochzureißen!

4. Flares (Täuschflugkörper): Wenn Ihr Flares an Bord habt und Euch jemand anvisiert, achtet darauf, diese nicht zu früh rauszuhauen, denn dann kommt die nächste Rakete sehr früh nach und reißt Euch definitiv den Arsch weg. Werdet Ihr von einem Gegner anvisiert (per Jet, Heli oder einer Javelin-Boden-Luft-Rakete), hört Ihr das an einem Piepen. Sobald das Piepen durchgängig ertönt, seid Ihr beim Gegner fest eingeloggt und er kann seine Rakete losjagen. Wenn dann noch ein höheres "Tiet tiet tiet tiet tiet"-Geräusch ertönt, verfolgt sie Euch bereits in der Luft. Der beste Zeitpunkt, mit R1 die Flares rauszuschießen, liegt zwischen dem Geräusch des festen Einloggens und dem hohen, schnellen Piepen. (Und wenn's scheppert, wart Ihr zu spät.)  ;-)


5. Getroffen worden? Keine Angst; auch wenn Ihr einmal getroffen wurdet ist noch nichts entschieden. Nach einer Weile erholt sich der Jet nämlich wieder (Anzeige unten rechts!) und man kann zum nächsten Angriff übergehen.

Hilfreich ist es zu wissen, ob Euch ein feindlicher Jet einen reingewürgt hat oder jemand anders; also ein Hubschrauber oder ein Spieler am Boden mit seiner Javelin-Rakete.

War es kein Jet, solltet Ihr generell erst mal Hackengas geben und das Weite suchen. Die Wärmesuch-Raketen haben nur eine begrenzte Reichweite und mit dem Jet ist es relativ einfach, dieser zu entkommen. Also den Nachbrenner anschmeißen (mit L3), Vollgas geben (R2) und nix wie weg! (In der Außenperspektive kann man übrigens immer deutlich sehen, ob der After burnt or nech.)
Hat Euch ein Jet auf dem Kieker, solltet Ihr schleunigst ausweichen und zusehen, dass Ihr aus seinem Sichtfeld kommt. In einem Video hab ich neulich eine fabelhafte Taktik gesehen, die bei mir wegen Orientierungsproblemen aber nie funktioniert hat: Vierteldrehung, Looping, Vierteldrehung, Looping und schon verwandelt Ihr Euch von der Maus in die Katze. In der Theorie...

Um mittelmäßige Piloten abzuschütteln, reichen aber auch schon ein paar wilde Drehungen und Verrenkungen. Dabei solltet Ihr auch zwischen verschiedenen Geschwindigkeiten wechseln - das verwirrt den Gegner zusätzlich. (Also mal Bremsen mit L2, dann wieder etwas Gas geben (R2) und noch mehr Gas geben per Afterburner (L3). Klingt kompliziert, isses aber nicht - einfach mal ausprobieren.

6. Notausstieg: Falls Ihr wirklich schlimm getroffen wurdet und die Energie Eures Jets unter, naja, 40% gesunken ist, gibt es kein Zurück mehr und Ihr müsst mit KREIS aussteigen. Achtet dabei aber darauf, dass Ihr Euch beim Ausstieg über dem gültigen Bereich der Karte befindet, sonst seit Ihr nach 10sek Bodenaufenthalt tot. Also auch wenn der Jet noch so trudelt; reißt ihn zurück in Richtung des Spielfelds und springt erst dann raus. Achtung: Bei ca. 6% explodiert der Jet; bis dahin solltet Ihr draußen sein!

Wenn Ihr dann dem freien Fall fröhnt, wartet mit dem Öffnen des Fallschirms bis Ihr fast am Boden angekommen seit (also vielleicht 40-50m); ansonsten entdecken Euren Fallschirm zu viele Feinde, beschießen Euch evtl. schon in der Luft oder jagen Euch nach der Landung.


7. Feindliche Jets jagen! (Zur besseren Übersicht immer erstmal markieren!) Generell gibt es hier zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr nutzt die Wärmesuch-Raketen, die Ihr irgendwann freischaltet, aber die kommen wegen der häufigen Nutzung von Flares meistens nicht an, oder Ihr nehmt direkt die Bordkanone (MG), die bei einem Jet in nullkommanix sehr viel Schaden anrichten kann. Zwischen den beiden umschalten könnt Ihr per DREIECK.

Wenn Ihr die Raketen nutzen wollt, haut wie schon bei Heli immer erst eine raus, um zu sehen ob der Gegner Flares hat. Falls ja, abwarten bis er wieder fest eingeloggt ist und die Zweite hinterherschicken. Falls nicht, erst recht!

Bei der Bordkanone solltet Ihr dem immer ein bisschen vor den verfolgten Gegner zielen; er fliegt dann genau durch Euren tödlichen Strahl aus Geschossen. Wenn man ein bisschen übt, klappt das irgendwann ziemlich gut.


8. Bremsen! Fast bei allem was Ihr im Jet tut, seid Ihr zu schnell, wenn Ihr nicht bremst. Ein Panzer lässt sich nicht zerstören, wenn man schon nach drei Sekunden bei ihm angekommen ist; gleiches gilt für Hubschrauber und auch bei der Verfolgung von anderen Jets. Bei letzteren könnt Ihr immer noch auf die Tube drücken, wenn sie sonst zu schnell sind. Der Nachteil beim Bremsen ist, dass man fast andauernd L2 drücken muss, um die Karre auch langsam zu halten. Und Vorsicht, wenn Ihr Euch dabei zu lange in die Kurve legt; irgendwann habt Ihr keinen Druck mehr auf den Flügeln und fallt wie ein Stein vom Himmel. Pöff!