16 March 2010

- - - REZENSION - - -
Battlefield: Bad Company 2




W.A. Mozart - Lacrimosa


Found at skreemr.com


Rauch, Staub und harte Kanten
Tja, die Grafik. Sie ist ein typischer Fall von zweischneidigem Schwert: In vielerlei Hinsicht ist sie über jeden Zweifel erhaben und offenbart Aussichten und Szenarien, wie sie bisher kaum ein Spiel geboten hat. Die Partikeleffekte, die für Staub, Rauch und Nebel zuständig sind, sind dabei wohl am beeindruckendsten, z.B. auf der Map Atacama Desert:

Stellt Euch eine riesige Multiplayer-Map in einer Wüste Südamerikas vor, einseitig gesäumt von klarem, knietiefen Wasser. An beiden Enden der länglichen Karte befindet sich jeweils ein großes Militärcamp mit Panzern, Humvees, Quads und je einem Kampfhubschrauber, in der Mitte drei nacheinander angelegte Dörfer (bzw. nach 10min Spielzeit nur noch Ansammlungen von Ruinen) und drumherum viel Raum für abstrakte Kunst: Ein riesiges gestrandetes Frachtschiff auf der einen Seite, ein ganzes Feld ausgebrannter, noch qualmender Fahrzeugwracks auf der anderen Seite. Als weitere Partikelwürzung kommen die zwei ständig kreisenden Helikopter ins Spiel, die ihrerseits großräumig Staub aufwirbeln, sowie ein in seiner Intensität variierender Sandsturm. Das ganze Setting mutet sehr bizarr an, ist irgendwie aber auch außergewöhnlich schön.

Das Bild zeigt nur eine Hälfte der Map.
Die Kehrseite der Medallie ist jedoch im gesamten Spiel die direkte Umgebung. Sieht man sich diese nämlich genauer an, (Achtung, Dreifachpseudoverneinung:) fällt ein nicht zu verachtendes Nichtvorhandensein von Kantenglättung ins Auge, ebenso wie teilweise relativ matschige Texturen. Aber zum Einen haben wir uns daran schließlich schon lange genug durch CoD4 und MW2 gewöhnt und außerdem blendet das Hirn sowas eh nach ein wenigen Spielminuten aus.

Destruction 2.0 - Phase 1


Einmal Gehirn, bitte
Der weiterer Kritikpunkt geht an die Kollegen, die sich so online tummeln. Da gibt es nämlich so geistige Hochleistungskandidaten, die das Spielprinzip einfach nicht raffen. In Battlefield geht es meistens darum, gegnerische Kommunikationsterminals zu sprengen oder Flaggen einzunehmen. In beiden Modi geht es nicht darum, möglichst vielen Gegnern die Lichter auszupusten. Den ein oder anderen Scharfschützen im Hintergrund sitzen zu haben ist sicherlich eine wertvolle Angelegenheit. Besteht hingegen der Großteil der gesamten Truppe aus snipernden Vollidioten, erinnert das eher an eine kollektive Krankheit. Warum, erkläre ich später.


Teamplay
Nämlich jetzt: Ein Standardmatch in Battelfield beinhaltet ein großes Gebiet, verschiedene Missionsziele und insgesamt 24 Spieler. Im Idealfall besteht jedes Team aus drei Squads mit je vier Spielern, die per Headset dauerhaft in Kontakt miteinander stehen, um taktisch agieren zu können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man, nachdem man mal wieder zu Klump geschossen wurde, nicht nur an festgelegten Respawn-Punkten wiedereinsteigen kann, sondern auch bei einem seiner drei Squad-Kollegen. Vorausgesetzt, der Auserwählte weilt noch unter den Lebenden. Auf diese Weise muss man nicht nach jedem Tod erst kilometerweit laufen, sondern befindet sich schnell wieder da, wo die Post abgeht. Wer dem Drang widerstehen kann, auf Teufel komm raus so schnell wie möglich wieder dabei zu sein, kann dieses Feature natürlich auch sehr taktisch nutzen und durch gezieltes Abwarten dabei helfen, den Gegner auf dem falschen Fuß zu erwischen. Naja, ich schaff's bisher noch nicht.

Ein Scharfschütze bei der Arbeit
Und damit sind wir auch schon wieder bei unseren sniperden Idioten. Hat man in seinem Team drei Scharfschützen, die obendrein auch noch Vollpfosten sind, sitzen die natürlich alle an dem einen Aussichtspunkt, der dem Respawnpunkt am nächsten liegt. Segnet man dann (natürlich ganz vorne im Kampfgetümmel) mal wieder das Zeitliche, bleibt einem also die Wahl zwischen Spawnpunkt A und Sniperzusammenrottungspunkt B, der etwa 50m vor A liegt. Nicht wirklich hilfreich, wenn sich die Karte über mehrere Kilometer hinzieht. Und dass ein Scharfschütze tatsächlich mal bis nach vorne aufrückt und die Sprengladung scharfmacht, ist natürlich auch eher unwahrscheinlich; wozu weit laufen, wenn man doch soooo weit gucken kann... Bringt nur leider rein gar nichts hinsichtlich des zu erfüllenden Missionsziels. Arsch hoch, Jungs!


Der Klang der Macht
Wer mal FarCry2 gespielt und dort die MG auf dem Dach eines Jeeps abgefeuert hat, weiß wie böse und kraftvoll sich der Sound einer Waffe anhören kann. In dieser Hinsicht hat Entwicklerteam DICE ein brilliantes Produkt zum Leben erweckt. Sei es nun die eigene Waffe, ein schweres, stationäres MG oder die fette Bordkanone eines der vielen Panzer, der brachiale Klang macht die Wucht der Waffen förmlich fühlbar. Die Jungs von DICE sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen als ihre Konkurrenz und haben sämtliche Waffen aus verschiedenen Entfernungen aufgenommen, um auch einige hundert Meter entfernt abgefeuerte Waffen authentisch klingen zu lassen.

Das Schlachtfeld wäre jedoch keine Schlachtfeld, bestünde die Klangkulisse allein aus hunderten abgefeuerter Schüsse. Die wahre Brillianz und Vielfältigkeit des Sounds offenbarte sich mir einmal während der Demo, als ich von einem kurzem Moment der Ruhe überrascht wurde:
Zum ersten Mal vernahm ich bewusst meine eigenen Schritte, das leise Rascheln der Büsche durch die ich mich drückte, und etwas, dass im Gebrüll des Krieges bis dahin völlig untergegangen war: Vogelgezwitscher. Doch die Stille hielt nicht lange an, da in etwa 100m Entfernung das kraftvolle Anspringen eines Panzermotors das nächste Gefecht einläutete; gefolgt vom blechernen Klang eines startenden Apache-Kampfhubschraubers, dem panischen Geschrei der Soldaten und erneut vielen, vielen Schüssen.
Doch allein das extrem reale Geräusch des unerwartet anspringenden Panzers hat mich echt umgehauen.

Panzer sind einfach krasse Viecher
Ebenfalls sehr realistisch, wenn vielleicht auch etwas zu leise, hört es sich an, wenn man von einem Helikopter überflogen wird. Ein Hoch auf digitalen Raumklang und ein weiteres auf die Toningenieure von DICE, die mit diesem Spiel wahrlich ein Meisterwerk erschaffen haben.

Das nachfolgende Video demonstriert auf beeindruckende Weise die extreme Kraft der Klänge:



Dann noch mal mein Tipp für die feine Garde der Soundfetischisten:
- das Spiel auf den englischen Originalsound umstellen
- die PS3 nur auf DTS (Dolby Digital ausstellen!)

Wer sich übrigens mal die totale Kriegsneurose antun möchte, sollte den Klangmodus Kriegsband (engl.: War Tapes) ausprobieren; das klingt dann so, als wäre das Hirn vom langen Kriegstreiben schon ordentlich aufgequollen und dringend ein Besuch beim Feldpsychologen fällig. Erschreckend.


4 gegen 4 gegen 4 gegen 4
Ich komme nun zum wichtigsten Punkt eines jeden Spiels, dem Gameplay. Meine Herren (und Damen?), bei Battlefield geht es in hohem Maße um Taktik. Allein die Tatsache, dass es weder ein Deathmatch (Frei für alle), noch ein simples Team-Deathmatch gibt, spricht für sich.

Das Team-Deathmatch gibt es jedoch in abgewandelter Form, nämlich als Squad-Deathmatch. Hierbei treten allerdings nicht zwei, sondern gleich vier Vierersquads gegeneinander an. Ein Spielmodus, den ich mir schon immer für Modern Warfare gewünscht hatte, denn wer schon mal mehrere PS2s für GranTurismo vernetzt hat, kennt die Brisanz des uralten Sprichworts "Wenn zwei sich streiten". Hier in unserem Falle kommt aber zusätzlich noch Hitchcock mit ins Spiel: "... freut sich der unsichtbare Dritte."

Die Augen (und Ohren) nach Gegnern offen halten, diese markieren*, dabei selbst möglichst nicht entdeckt werden, gut zielen und gleichzeitig wissen, was die Teamkollegen so treiben - das ist hier der Schlüssel zum Erfolg. [ * = SELECT drücken ]


Destruction 2.0 - Phase 2


Vier gewinnt
Generell ist das Spiel online immer auf Viererteams getrimmt, was viele Vorteile, aber auch ein paar Nachteile mit sich bringt. Die lückenlose Kommunikation im Squad funktioniert fantastisch und macht taktische Absprachen zur Selbstverständlichkeit. Problematisch wird es allerdings, wenn man mit mehr als vier Mann online ist, da man sich dann nicht mit allen unterhalten kann. Aber für so einen Fall gibt es zum Glück die PS3-interne Chatfunktion; sowas wie "team A zu flagge A" sollte man wohl gerade noch auf die Kette kriegen.


Saft geht auf's Haus!
- Der Medizinmann -
Ein Squad sollte immer einen Sanitäter (Medic) dabei haben, der Verwundete mit Medikits und Gefallene per Defibrillator verzücken kann. Er zieht zudem mit einem wuchtigen MG ins Feld, das eine Gegnerhorde im Nu in ein großes Sieb verwandeln kann. Wirft man an ein paar brisanten Ecken Medipacks ab und achtet aktiv auf das Wohlbefinden seiner Mitspieler, kann man als Medic enorm schnell Punkte sammeln. Perfekt für Anfänger, die sich erst mal etwas zurückhalten und trotzdem schnell aufsteigen wollen. Außerdem ist es immer wieder Balsam für die Seele, häufiger ein "Oh cool, danke!" zu vernehmen.



Fenster ist ein dehnbarer Begriff
- Der Sturmsoldat -

Der Sturmsoldat hat ein modernes Sturmgewehr samt Granatwerfer zur Hand, was ihm unter anderem die Möglichkeit gibt, architektonisch hart durchzugreifen. Schießt beispielsweise ein Gegner aus einem kleinen Fenster im Dachgeschoss, lässt sich dieses im Nu zur doppelten Balkontür umfunktionieren und eröffnet so blitzschnell ganz neue Möglichkeiten. Da er außerdem immer ein paar Munitionspakete dabei hat, ist er zusätzlich in der Lage, spontan Versorgungsstützpunkte anzulegen.



Probleme mit Zahnschmerzen?
- Der Ingenieur -

"The Dentist" lautet die Trophäe (engl.), die man nach einem Kopfschuss per Reparaturwerkzeug erhält. Das Gerät lässt sich aber in erster Linie dafür einsetzen, Fahrzeuge zu reparieren, bzw. die des Gegners zu sabotieren. Neben einer schallgedämpften MP schleppt der Ingenieur aber auch noch einen Raketenwerfer mit, der ebenfalls sehr hilfreich gegen feindliche Fahrzeuge ist - oder zu kleine Fenster.

David gegen Goliath
"Äähm, ich war das gar nicht..!"



Ich sehe was, das Du nicht siehst
- Der Aufklärer -

Zu guter Letzt gibt es dann noch den zuvor bereits erwähnten Scharfschützen. Laut Spiel besteht seine Aufgabe eigentlich in der Aufklärung*, aber in der Regel wird man ständig dabei ertappt, irgendwo abzuhängen und mit wohlplatzierten Schüssen nichtsahnende (oder ebenfalls snipernde) Gegner ins Jenseits zu ballern. Der "Aufklärer" hat jedoch auch werfbare Sensoren dabei, die in der Nähe befindliche Gegner für alle Teamkollegen sichtbar macht, sowie einige Päckchen C4 zum direkten Ausschalten von Fahrzeugen, oder um in Gebäuden praktische Eingänge anzulegen, die der Architekt in der Eile der Planung vergessen hat.
[ * = SELECT drücken]


Hier, guckst Du!*
Die meisten Spieler wissen es zum Glück noch nicht, aber die Nutzung der SELECT-Taste trägt erheblich zur Entscheidung einer Runde bei. Im Idealfall sollte sie sogar immer* unmittelbar vor dem Abfeuern der Waffe gedrückt werden. Die Funktion bewirkt nämlich, dass dadurch über dem anvisierten Feind (und auf dem Radar) einige Sekunden lang eine rote Markierung erscheint, die dessen exakten Standort verrät; auch dann, wenn er hinter irgendwelchen Objekten verschwindet und so eigentlich nicht mehr zu sehen wären. Auf diesem Bild kann man es ganz gut erkennen; bitte vergrößern:

Der mit dem Allergrößten hat fleißig SELECT gedrückt
Diese Markierung* wird jedoch nicht nur vom Markierenden selbst, sondern auch von allen elf Teamkollegen gesehen. Abgesehen von der Tatsache, dass 50% aller markierter Gegner die nächsten zehn Sekunden nicht überleben, offenbart sich zusätzlich die aktuelle feindliche Laufrichtung, sowie potentielle Aufenthaltsorte weiterer Gegner. Da ein ungefähres Anvisieren ausreicht, lässt sich die Taste auch wunderbar dazu nutzen, die Position von Scharfschützen auszumachen, indem man z.B. die obere Kante eines entfernten Hügels abfährt und dabei ständig SELECT hämmert. Da man diese Taste in anderen Spielen eigentlich nie drücken muss, ist der Einsatz anfangs etwas umständlich, man gewöhnt sich jedoch sehr schnell daran.
[ * = SELECT drücken! Es ist wirklich so wichtig. ]


Die Spielmodi
Neben dem eher taktikfreien Squad-Deathmatch gibt es noch drei weitere Spielmodi, die in der Regel von dem Team gewonnen wird, das die bessere Organisation aufweist. Zum einen gibt es den klassischen Flaggen-Erorberungsmodus, mit dem DICE bereits seit dem ersten Battlefield (2002) Millionen von PC-Spielern geglückt hat. Aber auch wenn dieser Modus schon acht Jahre alt ist: Er rockt immer noch!

Hier zeigen die Entwickler, wie es theoretisch abgehen kann:


Dann gibt es den aus der Demo bekannten Rush-Modus, in dem es darum geht, bis zu acht bewachte Kommunikationsstationen zu sprengen, bzw. sie vor den Angreifern zu verteidigen. Es gibt immer zwei aktuelle Stationen; sind beide eingenommen und die Gegner auf ein Mindestmaß reduziert, erweitert sich die Map und zwei neue Ziele sind zum Rush freigegeben. Sehr spannend das Ganze.

Aaaahh, Fuß eingeschlafen! Geh weg, fieses Gefühl, GEH WEG!!


Der Rush-Modus in Perfektion:



(So, dem Fuß geht's wieder besser. Kein Wunder, ist auch schon knapp 24 Stunden her.) Fußball: Den Rush-Modus gibt es zu guter Letzt auch noch als Miniaturausgabe, nämlich mit nur zwei Squads gegeneinander und nur zwei einzunehmenden M-Com-Stationen. Gerade hier ist ein hohes Maß an Taktik gefragt; wild zusammengewürfelte, kommunikationslose Teams haben keine Chance.

Destruction 2.0 - Phase 3


Umgewöhnlich!
Wer, wie wohl die meisten Blog-Besucher, in den letzten Monaten hauptsächlich Produkte von InfinityWard gespielt hat, wird sich erst an die etwas trägere Steuerung gewöhnen müssen; das Spielgefühl lässt sich als kompakte Mischung aus Killzone2 und ModernWarfare2 beschreiben. Ich persönlich bin nach etwa einer Woche Training wieder genauso elegant und treffsicher über's Schlachtfeld galloppiert wie zuvor in MW2. Also nur Mut!

Was vom Spieler wirklich unbarmherzig verlangt wird, ist knüppelhartes Multitasking. Wie in fast jedem anderen Spiel auch, gilt es, dauerhaft einen kühlen Kopf zu bewahren. Nur passieren in Battlefield ab und an so viele Dinge auf einmal, dass man schlichtweg überfordert ist. Dann hilft es, sich einfach nur in die nächste Ecke zu verkriecht, kurz durchzuatmen und sich zu sammeln. Anschließend kann man sich wieder auf seine zahlreichen Aufgaben konzentrieren:

- Hinweise der Teamkollegen entgegennehmen
- Gegner sichten, markieren* und ausschalten
- das aktuelle Missionsziel im Auge behalten
- seinen Pflichten als Medic oder Munitionslieferant nachgehen
- diesen verdammten Heli finden und markieren, der die ganze Zeit am Himmel kreist und tödliche Geschosse regnen lässt
- und und und
(Bei all dem Multitasking müssten Egoshooter eigentlich viel öfter von Frauen gespielt werden...)

Kapottgewemmst


Schweres Gerät
In ModernWarfare2 kann man diverse Arten der Luftunterstützung anfordern und im besten Falle sogar selbst irgendwo rausballern. Dieses Privileg muss man sich jedoch erst durch eine längere Reihe von Abschüssen verdienen. In Battlefield:BC2 steigt man einfach in den nächstbesten Helikopter und beweist sich wahlweise als Pilot, Aufklärer*, Bordschütze, oder direkt als alles gleichzeitig. Ich persönlich liebe es, die schwerfälligen Helis zu steuern und strebe absolute Professionalität an.

Böses Dingen!
Ebenfalls interessant sind die vielfältigen Fahrzeuge am Boden, deren Funktion vom schnellen Transport (Jet-Ski, Humvee, Quad) bis zur spielentscheidenden Zerstörungskraft reicht, die teilweise schon stark in Richtung Siedlungs- und Landschaftsarchitektur tendiert. Mit diversen Mitteln lassen sich nämlich sowohl Gebäude, als auch komplette Wälder dem Erdboden gleich machen. Ein Wäldchen, das einem Team als Deckung dient, macht sehr schnell Bekanntschaft mit dem Rotstift. Und dieser Vorgang sieht dabei auch noch verdammt geil aus.

Destruction 2.0 - Phase 4



- - - RESÜMEE - - -
Was meiner Rezension wohl deutlich zu entnehmen ist: Mir gefällt dieses Spiel. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass es für mich der wahre Nachfolger zu Call of Duty 4 ist, dem Spiel, das mich die letzten zwei Jahre immer wieder vor den Bildschirm gefesselt hat. Es gibt ein paar Kritikpunkte, aber die trüben nicht den Spielspaß, den das Spiel ansonsten bietet. Teilweise ist es etwas sehr hektisch und wenn man wirklich gute Gegner vorgesetzt bekommt, hat man kaum eine Chance, aber taktisches Vorgehen muss halt erst erlernt werden - bei Spielen von InfinityWard spielte die Taktik nun mal eher die zweite Geige.

Kein Spaß für Rambos
Spieler, die generell als Einzelkämpfer ohne Headset unterwegs sind, werden die wahren Tiefen von Battlefield wahrscheinlich niemals erfahren und wegen der fehlenden Kommunikation auch nicht sehr erfolgreich agieren. Ob Battlefield solchen Spielern auf Dauer Spaß macht, bleibt fraglich, deshalb Vorsicht!



Was IST ein Singleplayer?
Ach ja, auf den Singleplayermodus bin ich gar nicht eingegangen. Das liegt daran, dass ich ihn bisher kaum gezockt, geschweige denn durchgespielt habe. Er ist aber auch keinesfalls schlecht; ein bisschen kurz vielleicht. (Hab ich gelesen!) Gewürzt mit ein paar lustigen doofen Sprüchen, oft die Möglichkeit verschiedener taktischer Herangehensweisen, 'ne Menge Action und Zerstörungsorgien und etliche begnadet schöne Aussichten; all das lockt schon zum Weiterspielen. Trotzdem bin ich bisher einfach zu sehr dem Online-Modus verfallen. Die Solokampagne mache ich mal in Ruhe weiter, wenn ich zu verkatert bin für viel Multitasking oder so...


Nää, watt schön! Uncharted 2 lässt grüßen.
LEUTE, HOLT EUCH DIESES SPIEL.


* Und die SELECT-Taste nicht vergessen! *



(Draufklicken für HD!)


8 comments:

Holle said...

Hey, was für eine überaus lesenswerte, kurzweilige, informative und Lust auf das Spiel machende Rezension.
Vielen Dank dafür!

Prof_Solpol said...

Hi,

Super geschrieben, ich hab mich absatzweise weggeschmissen....

Lesenswerte Parodien vom Schlachtfeld.
Fantastisch .....


Gruß

Florian said...

Grosses Kino der Herr Gregormeister! ;)

Sehr amüsant, persönlich, lehrreich und echt fesselnd! :-)

Als kleines Dankeschön hat Sherlock Flowmes das Geheimnis der weissen Kästchen gelüftet! ;)
Es handelt sich hier um Leute, die dem BF-Veteranen-Programm unter http://veteran.battlefield.com/ gejoint sind. Wenn man mehr als ein BF-Spiel besitzt kommt in das Kästchen eine 1 für Rang 1 und so weiter. Man kann damit angeben und bekommt auch IngameItems (Einen WWII-Sniperprügel)...

Rock on,

cu in Brehm,

Flow ;)

Gregor said...

Ah und die M1 Garand! Die hätte ich auch gerne. (Vor allem mag ich dieses "Pling"-Geräusch, wenn das Magazin leer ist.)
Naja, irgendwo wird schon mal so ein sterbender Veteran eins fallenlassen. Und dann isses (kurz) meins! :-D

Marcel said...

Hmmm... verdammt, jetzt will ich auch! :)

Freeze said...

Besser is, BF rockt wie SAU !

URC said...

etwas mehr kritik, bitte?
klar, kein problem!

*einzelspielermodus zu kurz.
*dunkle ecken, ja man wird bestimmt schon welche gesehen haben, auch online.
*zu wenig karten.
*waffenbalance (ich schieße mit ner uzi auf entfernung besser als mit dem standart-snipergewehr).
*hinlegen! fehlt wieder.
*abriss-trophäe
*2 squads können nicht kombiniert werden, also immer nur 4 freunde gleichzeitig hörbar. ein 2*4 wäre doch machbar gewesen, oder?
*diverse "freezes", auch nach patch.
*u-boot (hehe.. ja, mir fehlt ein u-boot).
*die select-funtion ist auf die reichweite der waffen limitiert. trifft man aber einen gegner der ausserhalb der reichweite ist, zählt die markierung.

das war mir eben noch eingefallen.

Mein Fazit: CoD MW2 siegt knapp. BF BC2 bietet zwar mehr Spass, ist aber auf Dauer nicht die Herausforderung für mein Spielerherz (abgesehen von der Abriss-Trophäe).

urc said...

MW 2 siegt kanpp. BF BC2 bietet mehr Spass, aber eben nicht den tiefgründig-militärischen Kick.